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Pressesprecher

 

Winfried Urban

 

22.02.2018 Ratinger Woschenblatt

Aufgefangen nach dem Schlaganfall

 

Selbsthilfegruppe besteht seit 20 Jahren und nimmt an Forschungsprojekt teil

 

Ratingen. Vor wenigen Wochen feierte die Selbsthilfegruppe Schlaganfall Ratingen ihr 20-jähriges Bestehen. Sie ist damit eine der ältesten Gruppen ihrer Art in Deutschland. Und immer

noch eine der aktivsten. Das bescheinigte Prof. Dr. Mario Siebler, Chefarzt der Klinik für

Neurologie an der Fachklinik Rhein-Ruhr in Kettwig, der Ratinger Selbsthilfegruppe bei ihrem

Festakt und band sie kurzerhand in ein wegweisendes Forschungsprojet ein. 70 Mitglieder hat die

SHG aktuell, „aber wir wissen, dass es in Ratingen noch weit mehr Betroffene gibt“, sagt der

Vorsitzende Dirk Lößnitz. Er lädt jeden ein, bei einem der regelmäßigen Treffen vorbeizuschauen.

Denn bei dieser Erkrankung können Betroffene vom Austausch mit anderen enorm profitieren.

Genau das war der Grund, warum 1997 der damalige Chefarzt der Inneren Abteilung am St.-

Marien-Krankenhaus, Prof. Dr. Hartmut Straub, die Gründung der Selbsthilfegruppe initiierte. Zu jener

Zeit etablierte Straub die Schlaganfall-Behandlung zum Schwerpunkt am St.-Marien-Krankenhaus, und er

erkannte, dass die Akut-Behandlung in der Klinik nur eine Seite der Medaille war. Die andere, genauso

wichtige, kommt später: „Nach der Behandlung im Krankenhaus, dem Aufenthalt in der Reha-Klinik, wo

alles für den Patienten organisiert wird, wird er entlassen und ist plötzlich weitgehend auf sich allein

gestellt.“ Gerade in dieser Phase ist der Austausch mit anderen Betroffenen eminent wichtig. Straub regte

daher die Gründung einer Selbsthilfegruppe an, und nach einem entsprechenden Aufruf im Ratinger

Wochenblatt fanden sich auf Anhieb 40 Interessierte, die mitmachen wollten.

Der heutige Vorsitzende Dirk Lößnitz und die Kassiererin Brigitte Brandt sind seit rund zehn

Jahren dabei. Ihre Geschichten sind ganz typisch. Lößnitz war von seiner Erkrankung so schwer

betroffen, dass er nicht sprechen konnte und halbseitig gelähmt war. Er hörte oft, auch von Ärzten, dass er

keine Aussicht auf Besserung habe. Aber er kämpfte sich mit eisernem Willen Zentimeter und Zentimeter

wieder heran – auch deshalb, weil er in der Reha-Sportgruppe beim TV Ratingen andere

Schlaganfallbetroffene fand, die ihm mit ihren eigenen Erfahrungen Mut machten. Heute kann er wieder

laufen und sprechen – und einen Verein führen.

Brigitte Brandt gehört zur anderen Zielgruppe der SHG, den Angehörigen. Sie brauchte dringend

Unterstützung, als sie mit der Versorgung ihres Mannes nach dessen schwerem Schlaganfall überfordert

war. In der SHG fand sie nette Menschen, die sie auffingen – auch nach dem Tod ihres Mannes. Sie fühlte

sich der SHG so sehr verbunden, dass sie in dieser Zeit, in der sie sozusagen gar keinen persönlichen

Grund mehr für den Verbleib hatte, Vorstandsaufgaben übernahm.

„Wir sind eine gute Gemeinschaft“, sagen beide. Und eine sehr aktive. Einmal im Monat, an jedem

zweiten Montag, gibt es einen festen Treffpunkt im Seniorenheim Marienhof an der Angerstraße. Da

können auch Menschen hinkommen, die kein Mitglied sind, aber Rat suchen. Gelegentlich gibt es dort

auch Fachvorträge. Die Zusammenarbeit mit dem St.-Marien-Krankenhaus ist auch nach dem

Ausscheiden des Gründers Straub eng. Der heutige Chef der Klinik für Innere Medizin, Dr. Markus

Freistühler, ist ebenso gern gesehener Gast bei der SHG wie die Fachärzte der Kettwiger Reha-Klinik.

Die SHG organisiert Busausflüge und feiert mehrmals im Jahr gemeinsame Feste.

Von Anfang an gab es auch eine enge Zusammenarbeit mit dem TV Ratingen, der damals zu den

Vorreitern beim Reha-Sport gehörte und auf diesem Gebiet bis heute zu den Vorzeigevereinen in NRW

gehört. Dreimal in der Woche (Mittwoch 14 Uhr, Donnerstag 11 Uhr und Freitag 11.15 Uhr) gibt es beim

TV Reha-Sport der SHG Schlaganfall, dazu freitags um 14.30 Uhr Wassergymnastik im Schwimmbad des

St.-Marien-Krankenhauses.

Bewegungstraining ist für Schlaganfall-Betroffene von ganz zentraler Bedeutung. In einem neuen

Forschungsprojekt wollen führende Experten verschiedener medizinischer Fachrichtungen aus ganz

Deutschland herausfinden, wie sich die Therapie bei Bewegungsstörungen durch den Einsatz von

Computern verbessern lässt. Mit dabei ist Professor Siebler aus Kettwig, der Mitglieder der aktiven

Ratinger Selbsthilfegruppe gleich als Probanden akquiriert hat. Das Besondere: Ähnlich wie in den an

Krankenhäusern inzwischen etablierten Tumorkonferenzen, in denen Ärzte verschiedener Fachrichtungen

beraten, was das Beste für den einzelnen Patienten ist, will man die Bewegungstherapie für Schlaganfall-

Betroffene auf ganz neue Füße stellen.

Bericht im Ratinger Wochenblatt vom 22.02.2018

01.02.2018 TV Ratinen Info Zeitung 2018/ 1

TV Info 2018/1 Zeitung
TV-Info-2018-01-Web.pdf
PDF-Dokument [5.2 MB]

07.07.2017 Frau im Trend

TF1728G054055_Medizinreport.pdf
PDF-Dokument [638.4 KB]

http://www.facebook.com/frauimtrend/

05.05.2017 Inclusionstag in Ratingen Vibra

Flyer-Aktionstag-05-05-final.pdf
PDF-Dokument [1.7 MB]

10.10.2011 Westdeutsche Zeizung

WZ Artikel 2011.docx
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19. 11. 2007 Rheinische Post 

Rheinische Post Artikel vom 19. November[...]
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